Forschung am Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement
Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz der
Forschung am IBI ergibt sich aus folgenden Tatbeständen:
- Das
Erstellen, Erhalten und Verändern von Bauwerken und Infrastrukturanlagen
beansprucht ungefähr ein Achtel des Bruttoinlandprodukts in entwickelten
Ländern.
- Die
Bauwirtschaft beeinflusst die internationale Wettbewerbsfähigkeit der
exportorientierten Schweizer High-Tech-Industrie durch effiziente
Bereitstellung von Bauwerken und Infrastrukturen.
- Wirtschaftlichkeit,
Nachhaltigkeit und Zeit sind heute ebenso wichtige Anforderungen wie
Gestaltung und Funktionalität.
- Investoren,
Benutzer und Gesellschaft erwarten von der Bauwirtschaft
kundenorientierte, life-cycle-orientierte Leistungsangebote und Prozesse.
- Ein
ganzheitlicher, schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen ohne
Abstriche an Komfort, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit ist eine weltweite
Herausforderung einer zukunftsfähigen Bauwirtschaft.
Aus diesen
bauwirtschaftlichen Anforderungen haben wir am Institut für Bau- und
Infrastrukturmanagement unser Forschungsleitbild wie folgt definiert:
Entwicklung neuer Modelle, Prozesse und Instrumente im Rahmen der Forschung zur Steigerung des Kundennutzens durch nachhaltige Verbesserung und Innovation der life-cycle-orientierten Planungs-, Leistungserstellungs-, Support- und Managementprozesse im Bauwesen sowie der prozessorientierten Baubetriebsführung der Unternehmen und der Bauverfahrenstechnik bei Neubauten und der Bauwerkserhaltung
Die strategische Ausrichtung unserer Forschung am IBI
kann wie folgt umrissen werden:
Das Oberziel der Forschung am IBI ist die Steigerung der volkswirtschaftlichen
Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Bauwirtschaft im Hinblick auf die
Erhöhung des Kundennutzens. Unsere Forschung fokussiert auf:
- Kundenorientierung
und Effizienzsteigerung der am Bau Beteiligten
- Integration
und Innovation von Prozessen und Bauverfahren innerhalb der
Wertschöpfungskette während allen Lebensphasen des Bauwerks unter
Berücksichtigung der Nachhaltigkeit
- Managementmethoden
und -werkzeuge für Planungs-, Bau- und Bewirtschaftungsprozesse
Dies erreichen wir
durch wissenschaftlich fundierte Neu- und Weiterentwicklung von praxisrelevanten
Konzepten und Modellen in der Bauplanung und Baubetriebswissenschaft unter
Anwendung des folgenden Spektrums wissenschaftlicher Grundlagen und Methoden:
1.
Managementorientierte Forschung:
- deskriptive/empirische
Untersuchungen (z.B. "State of the Art"- und "Best
Practice"-Analysen) nach den Methoden der qualitativen
Sozialforschung (z.B. Dokumentenanalysen, Interviews, Fallstudien,
Handlungsforschung)
- Entwicklung
von prozessorientierten Ansätzen und Konzepten des Baumanagements und der
Baubetriebswissenschaften (z.B. bei Organisations-, Business- und Prozess-
bzw. Strategieentwicklungen)
- Anwendung
des interpretativistischen und konstruktivistischen Forschungsparadigma
2.
Bauverfahrenstechnisch orientierte Forschung:
- Durchführung
deskriptiver/empirischer Untersuchungen (z.B. Analysen
bauverfahrenstechnischer Prozesse) mittels experimenteller Methoden
- Ergebnisauswertung
gemäss Methoden der quantitativen Statistik
- Anwendung
von Methoden der Produktionswissenschaften bei präskriptiven Arbeiten (z.B.
Neu- und Weiterentwicklung von Bauverfahren und -produkten)
- Anwendung
des konstruktivistischen Forschungsparadigma
Dabei erfolgt die
Abwicklung aller Forschungsprojekte nach Möglichkeit in aktiver Kooperation mit
Unternehmen der Wirtschaft, um
- die Praxisrelevanz
unserer Projektziele sicherzustellen,
- die
Praxisnähe der Untersuchungsführung zu gewährleisten,
- eine
praktikable Anwendung unserer Ergebnisse in der Bauwirtschaft zu
ermöglichen,
- einen
Finanzierungsbeitrag zu erreichen.
Unsere
Partnerunternehmen können dabei von uns folgendes erwarten:
- Konzeption
und aktive Führung der Projekte
- Kompetenz
im Bereich der Forschungsmethodik sowie der Leitung von
Forschungsprojekten
- wissenschaftliche
Kompetenz in den Bereichen Systemanbieterleistungen, Baubetriebswissenschaften
sowie Bauverfahrenstechnik
- Praxiserfahrungen
in speziellen Bereichen der Bauwirtschaft
- als
Hochschulinstitut besseren Zugang zu bestimmten Informationsquellen (z.B.
anderen Hochschulinstituten, Datenbanken,
"Best-Practice"-Unternehmen, (EU-)Forschungsträgern etc.) als
ein Industrieunternehmen
Im Sinne eines
partnerschaftlichen Kooperationsverhältnisses erhalten unsere Forschungspartner
die Möglichkeit, die Projektergebnisse für sich kommerziell zu nutzen. Zur
Zielerreichung bringen sie selber in die Projekte ein:
- unternehmerisches
Interesse an der Bearbeitung zukunftsgerichteter Aufgabenstellungen im
Bereich der Baubetriebswissenschaften und Bauverfahrenstechnik
- Praxiskompetenz
durch aktive Mitarbeit innerhalb von Projektgruppen
- eine
Beteiligung an den Kosten des IBI in Abhängigkeit von den
Projektrahmenbedingungen
Die Forschungsfelder unseres Instituts sind in der folgenden
Abbildung dargestellt:
Institut für Bau- und Infrastrukturmanagement
|
Professur für Bauprozess-
und Bauunternehmensmanagement
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Professur für Infrastrukturmanagement
|
Professur für Nachhaltiges
Bauen
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- Entwicklung
life-cycle-orientierter Leistungserstellungs- und
Supportprozesse:
- Systemanbietermodell
- Neue
Lebenszyklus- Projektabwicklungsformen
- Public
Private Partnership
- Innovations-,
Wissens- und Risikomanagement
- Hochleistungsbauverfahren
/ Entscheidungsmodelle:
- Hochbau
- Tunnelbau
- Bauwerkserhaltung
- IT-unterstützte
industrialisierte Bauproduktion
|
- Voraussage – Einschätzung der künftigen
Entwicklung
- Entscheidungsfindung – Ermittlung optimaler
Projekte und Strategien und
- Implementierung – Inkraftsetzung optimaler
Strategien.
|
- Methoden-Entwicklung,
Durchführung und Evaluation von Nachhaltigkeits- bewertungen auf
Quartiersebene
- Zukunftsfähige
Bausysteme und
-verfahren
- Technologische
Innovationen in der Gebäudeausrüstung
- Nationale
Gebäudeinventare
- Lebenszyklusanalysen
(Baustoffe, Bauteile /
-systeme, Gebäude)
- Grundlagen
des Ökologischen (Bau-) Produktdesigns
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